Dieses Wochenende endet ganz offiziell die Sommerzeit, wenn die Uhren in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober wieder zurückgedreht werden: von 3 Uhr auf 2 Uhr. Doch die Zeitumstellung ist umstritten. Viele Menschen leiden nach der Umstellung unter Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche. Außerdem wird es nun wieder früher dunkel und das macht vielen zu schaffen.

Eigentlich sollte bereits letztes Jahr Schluss sein mit der Zeitumstellung. Die EU-Kommission hatte im September 2018 vorgeschlagen, die Zeitumstellung im Jahr 2019 zu beenden. Doch das Europäische Parlament und der Rat diskutieren noch immer über die Abschaffung. Beide Institutionen müssen sich einig sein, bevor der Vorschlag auch rechtlich wirksam werden kann. Jetzt forderte das Europaparlament ein Ende der Umstellung ab 2021, doch die Verhandlungen sind ins Stocken geraten. Das Problem: Einigt man sich auf Sommer- oder auf Winterzeit? Beide haben Vor- und Nachteile.

Bei der Sommerzeit ist es abends länger hell. Viele wissen das zu schätzen. Für Frühaufsteher und damit auch Schulkinder bedeutet das aber, dass es in den Wintermonaten morgens länger dunkel ist. Die sogennannte Winterzeit ist eigentlich die Normalzeit: sie sichert mehr Helligkeit in den Morgenstunden, dafür wird es abends schneller dunkel.

Solange man sich in Brüssel aber nicht einig wird, bleibt uns also nichts anderes übrig, als fleißig an der Uhr zu drehen. Kleiner Trost: Funkuhren und Smartphones stellen sich ganz automatisch auf die neue Uhrzeit ein!